Übersteiger Nr. 104

Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Anwalts Schowbar

Dreieck oder Welle? / Zwei Entwürfe für die neue Heimat Gegengerade

Warum bist du bei St.Pauli?

4 Gewinnt

Neues von den Alten

FC Twente Enschede vs. Ajax Amsterdam, KNVB Beker Finale 2011 HeLemaats niets in Amsterdam!



VON BÄRENDIENSTEN UND BAUERNOPFERN

Die neue Saison hat kaum begonnen, da gibt es auch schon wieder neue Gründe Dietmar Hopp den Mittelfinger zu zeigen. Und daran wird auch die Verpflichtung der St.Pauli-Legenden Holger Stanislawski und Andre Trulsen als neues Trainerteam im Kraichgau rein gar nichts ändern. Dieser Transferclou geschah nicht zuletzt auch unter dem Aspekt, um seinem seelenlosen Retortenverein ein Hauch von „Charakter“ zu verleihen. Nun denn, ihr neuer Boss beklagte in den letzten Tagen abermals in jedes Mikro, was ihm hingehalten wurde, dass er die in der hiesigen Fußballszene angestimmten bösen, bösen Gesänge über ihn und seine geliebte Frau Mutter - Gott hab sie selig - immer noch maßlos auf die Palme bringen. Über das niedrige Niveau (der BVB-Fanszene) sind wir uns wahrscheinlich sogar einig, über die Motive allerdings auch. Wenn man den alten Mann jetzt wieder so quaken hört bekommt man beinahe den Anschein, als wenn ihm die eigenwillige - und ich betone eigenwillige - Lautsprecheraktion von einem seiner Untertan... pardon, Angestellten irgendwie ganz gelegen kam: „Mensch Theo, nun tu doch mal endlich etwas gegen solche „Fans“!“.

Gegenüber der lokalen Presse ließ er nun auch noch verlauten, dass er „todunglücklich“ wäre, wenn das geständige Bauernopfer deshalb „seinen Arbeitsplatz verliert“. Wie gütig, Herr Milliardär! Die langjährigen Angestellten in unserem Fanshop, die kürzlich in größerer Zahl gefeuert wurden, wären sicher happy über eine solche Chefetage. Herr Hopp, sie sollten auch eher an die Arbeitsmoral ihres Sicherheitsdienstes appellieren, denn anscheinend fiel keinem der ihrigen jemals auf, dass irgend jemand bei Heimspielen völlig unbemerkt - und ich betone unbemerkt - einen großen Holzkasten mit zwei Lautsprechern unterhalb des Gästeblocks aufstellte, ein 60m langes Kabel bis auf die Tribüne verlegte, um von dort aus, über das gesamte Spiel, mittels eines Laptop das Beschallungsgerät mit Hochfrequenztönen zu bedienen, und zwar immer dann wenn ihrer Mutter ein falscher Beruf unterstellt wurde. Das glauben Sie doch wohl selber nicht? Aber in ein paar Wochen wird über die ganze Sache sicher schon Gras gewachsen sein, welches die sabbernden Milchkühe dann längst verdaut haben. Zurück bleibt wie immer nur ein Haufen Scheiße. Aber damit kennt ihr euch auf’m Land ja bestens aus...

Oh man, einmal in Rage getippt gibt man so einem Typen sogar schon im Vorwort viel zu viel Aufmerksamkeit. Aber ignorieren kann man es halt leider auch nicht. Das haben wir in punkto Susis Show Bar beispielsweise viel zu lange getan, doch damit ist heute definitiv Schluß und wir erzählen euch die ganze Geschichte einer Unterlassungsklage gegen uns oder wen deren Anwalt auch immer meint. Einen kaum zu umgehenden Skandal erschüttert momentan auch das Vereinsleben beim FC St.Pauli. Allerdings werden wir über die neusten Entwicklungen in der Frauenfußball-Abteilung auch weiterhin in unserem Blog berichten. Es ist erstaunlich, wie eine einzelne Person das funktionierende Vereinsgefüge sprengen kann. Interessierte klicken also dort rein. Mittlerweile bestätigte der Rugby-Vorstand mit seiner ernst gemeinten Stellungnahme leider nur den Ruf der Abteilung innerhalb unseres Vereins. Auch wir wollen natürlich nicht jedem einzelnen Mitglied auf den Schlips treten, aber allerspätestens auf der nächsten JHV bekommen einige von euch garantiert etwas zu hören. Unser Präsidium nicht ausgeschlossen.

Mit dem großen Titelthema dieser Ausgabe beschäftigte sich ein tapferes Redaktionsmitglied über einen sehr langen Zeitraum und stellt der Öffentlichkeit nun ausführlich beide Entwürfe für die neue Gegengerade vor, inkl. Bildmaterial welches wir euch heute exklusiv vor allen anderen präsentieren. Damit wird sicherlich eine Diskussion eingeleitet werden, an dessen Ende dann hoffentlich das größtmöglich zufrieden stellende Bauwerk entsteht. Auch innerhalb der Redaktion gibt es Befürworter für jedes Modell, worauf wir vorweg hinweisen möchten. Auf alles weitere Kleingedruckte im Heft wollen wir jetzt gar nicht mehr eingehen, ihr werdet es eh lesen. Wenn die Mannschaft auch heute, am verfluchtesten Arbeitstag der Woche, ihrer ähnlich engagiert nach geht wie bislang, dann können wir uns hier auf ein ansehnliches „Topspiel der Woche“ im Millerntorstadion freuen. Der gestreckte Mittelfinger zum Gruß geht hiermit raus an all die fetten Couchpotatoes, die im Kraichgau und anderswo vor der Glotze hocken und der DFL Jahr für Jahr einen Grund dafür liefern, dieses Spiel exklusiv an einem Montag Abend anzusetzen!

WIR sind Fußball! Verreckt IHR an euren Chipsen!

Eure Übersteiger
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