Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Von den British Ladies zu den St. Pauli Girls

Meisterinnen, Aufsteigerinnen, Derbysiegerinnen

Kommt doch einfach mal gucken!

Gemeinsam finden wir den Weg aus dunklen Zeiten

Neues von den Alten



Neues von den Alten

Moin, moin allerseits. Spieler kommen, Spieler geh’n – nur St. Pauli bleibt besteh’n. Und besonders viele Ehemalige wechseln naturgemäß jeweils im Sommer ihre Arbeitgeber – so auch in diesem Jahr. MAX KRUSE (28) beispielsweise, der vom VfL Wolfsburg für ca. sieben Millionen Euro überraschend zu seinem Altverein (2006–2009) Werder Bremen zurückkehrte. Kruse unterschrieb an der Weser einen Drei- oder Vierjahresvertrag. Bis zuletzt war KLAUS THOMFORDE (53) beim FC St. Pauli jahrelang auf Honorarbasis mitverantwortlich für das Torwarttraining von der U16 bis zur U23. Nun, Anfang August, trennten sich die Wege (vorerst). Der Grund (Wortlaut aus der Vereinspressemeldung): „Aufgrund des Jobs, seiner Tätigkeit beim DFB, mit dessen U21-Nationalmannschaft Thomforde derzeit bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro weilt, und einem Engagement beim TSV Sasel bleibt zu wenig Zeit, um den Anforderungen im NLZ des FC St. Pauli vollumfänglich gerecht zu werden.“ Ob dieses eine gemeinsame Entscheidung, ein Wunsch von Thomforde oder ein Quasi-Rauswurf war, lässt die klug formulierte Pressemitteilung explizit offen. Auch gehen, und zwar bereits im Mai, musste Fortuna Düsseldorfs Sportdirektor RACHID AZZOUZI (45) bereits nach einem Jahr – „einvernehmlich“ wie es immer so schön heißt. Wieder zurück in Deutschland ist Trainer ROLAND VRABEC (42), der Zweitligabsteiger FSV Frankfurt wieder zurück ins Unterhaus zurückbringen soll. Vrabec coachte zuletzt als Assistent von Markus Babbel den FC Luzern, wurde dort aber im Februar freigestellt. Vrabec holte dann auch SEBASTIAN SCHACHTEN (31) an den Main, der vom FC Luzern kam. Ebenfalls FABIAN GRAUDENZ (24), 2013/14 beim FC St. Pauli II und von Alemannia Aachen geholt, sowie BENTLEY BAXTER BAHN (24), der bei Kickers Stuttgart unter Vertrag stand, landeten aktuell beim FSV. Und auch St. Paulis Ex-Mentalcoach THOMAS STICKROTH (51) kam bei den Hessen unter: Stickroth ist nun Vrabecs Co-Trainer. Auch TOM TRYBULL, zuletzt Fürth, hat einen neuen Arbeitgeber: Der 23-jährige Mittelfeldspieler schloss sich dem niederländischen Erstligisten ADO Den Haag an, wo er einen einjährigen Kontrakt unterzeichnet haben soll. Ebenfalls in Holland gelandet ist der 21-jährige OKAN KURT, der nach seiner diesjährigen Demission bei St. Pauli zum dortigen Zweitligisten Fortuna Sittard in der südlichen Provinz Limburg wechselte. Von Limburg nach Leonberg, wo RALF BECKER (45) 1970 geboren wurde: Den 1995/96 beim FC St. Pauli mit 15 Einsätzen aktiven Midfielder zog es zur laufenden Saison zurück in den Norden. Becker, der zuletzt Chefscout beim VfB Stuttgart war, übernahm beim Drittligisten Holstein Kiel den Job des Sportchefs. Hingegen nicht mehr Sportchef ist beim Hamburger SV und seit dem 9. Mai der bemitleidenswerte PETER KNÄBEL (49), der sich „einvernehmlich“ (s. o.) mit dem Liga-Dino auf eine Beendigung der Zuammenarbeit verständigt hatte. Seine Profikarriere beendet hat in diesem Sommer 34-jährige FELIX LUZ, der bis dahin zwei Spielzeiten beim traditionsreichen Regionalligisten 1. FC Saarbrücken gekickt hatte (2015/16 vier Tore in 19 Partien, davon 16 Mal eingewechselt). Genauso hat es jetzt BENEDIKT PLIQUETT gehandhabt: 31-jährig beendete der Schlussmann nun seine sportliche Laufbahn mit einer abschließenden Saison beim spanischen Drittligisten Atlético Baleares. Pliquett arbeitet ab sofort als Immobilienmakler auf Deutschlands liebster Ferieninsel. Nicht mehr beim Drittligaabsteiger Kickers Stuttgart, sondern beim Drittligisten Hallescher FC wird PETAR SLISKOVIC (25) zukünftig ein- und ausgewechselt werden. Der in Sarajevo gebürtige Angreifer unterschrieb für zwei Jahre in Sachsen-Anhalt. Ebenfalls nicht mehr dabei im Leistungsfußball ist ab sofort HEIKO ANSORGE (32), der sich aufgrund beruflicher Veränderungen die Oberliga nicht mehr antun will und den SV Rugenbergen deshalb verließ. Nach vier Jahren BFC Dynamo verließ BJÖRN BRUNNEMANN (36) den Hauptstadtklub und schloss sich dem Berliner Oberlligaaufsteiger VSG Altglienicke an. Nach nur vier Monaten Zusammenarbeit trennten sich bereits wieder die Wege von FABIAN GERBER (36) und dem Nord-Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden. Gerber hatte seinerzeit den Trainerjob seines Papas Franz übernommen, musste nach Saisonende aber wegen unterschiedlicher konzeptioneller Vorstellungen seinen Spind räumen. Das hat auch der 69-jährige ULI SCHULZ (1971–1974 erfolgreicher Stümer bei unserem FC) getan und das Traineramt beim Landesligisten Hamm United aufgegeben. Schulz fungiert dort fortan als Sportlicher Leiter. Auf der sportlichen Leiter nach oben zu kommen, erhofft sich natürlich CHRISTOPHER AVEVOR (24), der über den Umweg Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf zurück nach Hamburg gekommen ist. Avevor war 2012/13 bereits am Millerntor aktiv, als er von Hannover 96 für eine Spielzeit ausgeliehen worden war. Ebenso wie Luz (s. o.) hat auch der zweimalige DFB-U20-Nationalspieler RALPH GUNESCH (33) seine Laufbahn beendet. Gunesch, der bei einem Internetsender als Moderator fungiert, will nun zunächst die Trainer-B-Lizenz erwerben. Nun auch ganz raus – und das leider unter nicht eben komplett nachvollziehbaren Umständen – ist, nach 14 Jahren beim FC, FABIAN BOLL (37), nachdem der Verein zum Saisonende als U23-Co-Trainer Ferydon Zandi dem Kommissar vorgezogen hatte. Von Drittliga-Absteiger Energie Cottbus zum SV Sandhausen, wo GERHARD KLEPPINGER (58) seit 2012 als Co-Trainer agiert, zog es RICHARD SUKUTA-PASU (26). Er unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag plus Option. ENIS ALUSHI (30) fand Obhut beim 1. FC Nürnberg, für zunächst roundabout 1,2 Millionen Euro (mehr gibt’s möglichwerweise einsatzabhängig) suchte MARC RZATKOWSKI (26) bekannntlich das Weite, und SEBASTIAN MAIER, der am 18. September 23 Jahre jung wird, wurde ablösefrei durch Oberhaus-Absteiger Hannover 96 – wo Maier auf Umschulungs-Praktikant FABIO MORENA (36) trifft – abgeworben. Nachnamensvetter (na ja, fast) NORBERT MEIER (57), von dem nicht viele wissen, dass er Mitte der 1970er-Jahre für die A-und B-Jugend des FC St. Pauli aufgelaufen war, übernahm zu Saisonbeginn den SV Darmstadt 98. Auch die sportliche Vergangenheit von PIOTR TROCHOWSKI (32) wird nicht allen komplett geläufig sein; der jedenfalls kickte von 1997 bis 1999 in St. Paulis Jugend, musste nun beim FC Augsburg (sechs Einsätze) Abschied nehmen und hat (noch) keinen neuen Verein. Neutrainer beim Neu-Süd-Regionalligisten FC Nöttingen ist jetzt DUBRAVKO KOLINGER (40), der dort zuletzt die U19 gecoacht hatte. Trainerstuhl am Kaiserstuhl: Neuer Übungsleiter beim Bahlinger SC (Regionalligaabsteiger) wurde ZLATAN BAJRAMOVIC (37). Der Ordnung halber sei an dieser Stelle auch die Personalrochade im Nachwuchsbereich St. Paulis dokumentiert: JOACHIM PHILIPKOWSKI (55), bis Sommer U19-Trainer, tauschte diesen Job zur neuen Saison mit U23-Trainer REMIGIUS ELERT (39), der dafür die U19 übernahm. Merkwürdig erschien auch das Hin und Her um JÖRN GROSSKOPF (50), der sich nach seinem Abgang in Uerdingen, wo jetzt übrigens CHARLES TAKYI (31) von Victoria Berlin unterschrieben hat – wohlgemerkt als Spieler, nicht als Coach –, zunächst beim Hamburger Oberligaaufsteiger TSV Wedel einschrieb, ehe Großkopf – der, das muss man dazu erwähnen, eine Ausstiegsklausel im Wedel-Kontrakt hatte, die ihm bei Angeboten ab Regionalliga aufwärts einen Ausstieg gewährt – dann aber doch beim Regionalliga-Neuling SV Eichede anheuerte. Den Cheftrainerjob in Wedel übernahm inzwischen der vorherige Co-Coach DANIEL DOMINGO (40), den man als Trainer aus dem Jugendbereich des FC St. Pauli kennt. Wedels neuer Co-Übungsleiter wurde im Zuge dessen DAVOR CELIC (33), der von 2006 bis 2008 bei St. Paulis U23 dabei war. Neu dort in dem Rolandstädtchen ist auch Dassendorf-Goalgetter ERIC AGYEMANG (36), den man scheinbar von den Vorzügen der kleinen Elbmetropole überzeugen konnte. Nach Eichede sind inzwischen übrigens auch WILLIAM WACHOWSKI (23), der bis 2013 in der Jugend sowie der U23 des FC St. Pauli kickte und seine Fußballschuhe zuletzt für Holstein Kiel II überstreifte, sowie Tormann ARVID SCHENK (27), der von Altona 93 kommt, gewechselt. Vom SC Paderborn zum ungarischen Erstligaverein Vasas Budapest zog es MAHIR SAGLIK (33), wo Ex-HSV-Trainer Michael Oenning sportlich das Sagen hat. Apropos Übungsleiter: ACHIM HOLLERIETH (42) übernahm diese Aufgabe im Juli beim Regionalliga-Aufsteiger (Nordost) FSV Union Fürstenwalde. An die Elbe, zu Dynamo Dresden, wechselt auf Leihbasis AKAKI GOGIA (24), der vom englischen Zweitligisten FC Brentford kommt. CARLOS ZAMBRANO (27) hat die Frankfurter Eintracht verlassen (ca. 3,5 Millionen Euro Ablösesumme) und im russischen Erstligaklub Rubin Kasan einen neuen Brötchengeber gefunden. Stichwort Ablöse: Nachdem der italienische Erstligaaufsteiger FC Crotone seine Kaufoption am vom FC St. Pauli ausgeliehenen ANTE BUDIMIR (25) wahrgenommen hatte, stellte sich sehr bald heraus, dass Crotone den Stürmer, der maßgeblich zum Aufstieg beigetragen hatte, dann scheinbar doch nur als Spekulationsobjekt erwarb: Für 1,8 Millionen Euro nämlich wurde Budimir wenig später an Ligakonkurrent Sampdoria Genua weiterveräußert. Vom SV Ried zur Wiener Austria wechselte PETAR FILIPOVIC (25) und kam dort unter Trainer Thorsten Fink bereits auf vier Einsätze (jeweils über die volle Distanz) in der Europa-League-Qualifikation. Neuer Chef auf der Coaching-Bank des Donau-Klubs SSV Ehingen-Süd (Landesliga) ist der mittlerweile auch schon 40 Jahre alte MICHAEL BOCHTLER geworden. Nach Nordamerika zog es den Mittelamerikaner ARMANDO COOPER (28), der beim kanadischen Klub Toronto FC unterschrieb. Toronto ist in der zweigleisigen US-Profiliga der „Eastern Conference“ zugeordnet. Cooper verließ seinen Heimatverein C.D. Arabe Unido. Zur SG Sonnenhof Großaspach (3. Liga) zog es MARLON KRAUSE (26), der zuvor vier Jahre treue Dienste bei Holstein Kiel verrichtete und von 2007 bis 2011 für St. Paulis Zwote und ihre Jugend aufgelaufen war. Ebenfalls immer ein Hoffnungsträger während seiner dreijährigen Episode (2011–2014 für U19 und U23) bei St. Pauli war LAURYNAS KULIKAS (22). Dann ging der recht verletzungsanfällige und auch -gepeinigte Stürmer zum VfL Bochum II, wechselte zum HSV II und landete nun beim Nord-Regionalligisten Eintracht Norderstedt. So kann’s gehen… Auch ERDOGAN PINI – lange Zeit mein Lieblingsspieler bei unserer U23 – geht wieder auf Reisen: vom SV Meppen wechselt der 24-jährige Deutsch-Mazedonier zum SV Wacker Burghausen. Neben OKAN KURT weitere U23-Abgänge nach Saisonende 2015/16: PATRICK FRANKE (19) zog es zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart, Torhüter SEBASTIAN KALK (19) ging – mutmaßlich ausbildungsbedingt – ins Ausland und steht dort nun für das Vikings-Team der Cleveland State University in der Horizon League auf dem Platz. TIMO STEGMANN (21) wechselte zum Hamburger Oberligisten Concordia, LAURENS ROGOWSKI (22) schloss sich Ligakonkurrent Drochtersen/Assel an, und YANNICK DEICHMANN, ebenfalls 22, landete beim VfR Aalen. Bei Redaktionsschluss noch ohne neuen Verein: DAVIDSON EDEN (28), FRANCIS AMAECHI ONWUZO (20), Tormann PATRICK TABOR (26) und ANDREJ STARTSEV (22). Auch andere ehemalige U23-Kicker haben sich verändert: SERHAT YAPICI (28) wechselte vom TSV Niendorf zum Oberligakonkurrenten FC Türkiye Wilhelmsburg, PETER IWOSA (30) verließ den Fünftligisten Concordia und ging zum Landesligisten SC Vorwärts-Wacker Billstedt; die Billstedter verließ übrigens LUKASZ SOSNOWSKI (29) mit dem Ziel WSV Tangstedt (schleswig-holsteinische Kreisliga). Sosnowski ist wahrscheinlich St. Paulis Negativrekordspieler, was die Einsatzzeit anbelangt, denn seine einzige Einwechslung in der ersten Mannschaft erfolgte am 28. April 2006 in der Heimpartie gegen Wattenscheid 09 (2:1), als er in der 90. Spielminute für Jens Scharping auf das Feld kam. Tormann TOBIAS GRUBBA (25) vom SC Victoria schloss sich Oberliga-Mitstreiter Altona 93 an. Ein weiterer ehemaliger U23-Keeper, OLE SPRINGER (24) nämlich, wechselte innerhalb der Regionalliga Nord von Eintracht Norderstedt zum Lüneburger SK; nach Norderstedt wiederum kehrte FELIX DRINKUTH (21) zurück, der von Eintracht Braunschweig II kam und bis 2009 bei der Eintracht Jugendfußball spielte, bevor der FC St. Pauli ihn anheuerte. EUGEN HELMEL (31) ist neuer Coach beim Landesliga-Absteiger FK Nikola Tesla, MIKE EGLSEDER (23) wurde von Viktoria Berlin zum SV Babelsberg 03 transferiert, und – noch ein Keeper – FREDERIC BÖSE (29), bis zum Sommer bei Curslack-Neuengamme, unterschrieb innerhalb der Hamburger Oberliga einen neuen Kontrakt beim TuS Dassendorf. Seine Karriere beendet hat hingegen der 35-jährige SVEN TEPSIC (zuletzt Spielertrainer bei Germania Schnelsen) und will nach einer kurzen Auszeit als Trainer etwas reißen. Einen solchen Job hat nun MARIO SCHACHT (34): dessen erste Trainerstation heißt SC Egenbüttel II (Hamburger Kreisklasse). Der 22-jährige THEODOROS GANITIS (vier Einsätze für St. Paulis U23) kehrt von Rot-Weiß Erfurt II zurück zu seinem Jugendklub Concordia. Der 19-fache afghanische Nationalspieler MUSTAFA ZAZAI (23), vom Sommer 2013 bis zur Winterpause 2015/16 bei unserer Regionalligamannschaft aktiv, wurde nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit zur neuen Saison zur TSG Neustrelitz (Regionalliga Nordost) geholt; Wandervogel GÖKHAN ISCAN (29) – acht Vereine in desn vergangenen acht Jahren – verließ den FC Türkiye und beackert nun beim Oberligisten SC Condor den Rasen. Neuer Co-Trainer bei den Raubvögeln ist OLUFEMI SMITH (38), nachdem der Stefan-Raab-Millionengewinner zuletzt beim USC Paloma als Chefcoach gefeuert worden war. Und was macht eigentlich FOUSSENI ALASSANI (25)? Der ging nach siebenmonatiger Beschäftigung beim Berliner AK und anschließender viermonatiger Vereinslosigkeit (1. März bis 1. Juli 2016) zum FC Türkiye, blieb dort aber nur einen guten Monat, um sich dann Anfang August doch Landesligist Dersimspor anzuschließen. ROBERT SUBASIC (23) wechselte vom Oberliga-Absteiger Meiendorfer SV zum Oberligisten FC Süderelbe; ROMAN PROKOPH (31) verließ die zweite Mannschaft von Hannover 96, um sich beim 1. FC Köln der U21 anzuschließen; STEFAN WINKEL (26), der zuletzt beim SC Poppenbüttel auflief, zog es zum hochambitionierten Landesligisten FC Teutonia 05 aus Hamburg-Ottensen, wo Winkel auf JETON ARIFI (31) getroffen ist. Auch Jens-Sohn DENNIS DUVE (26) mochte es nicht mehr beim SC Poppenbüttel aushalten und unterschrieb schnurstracks beim FC Süderelbe. THIEMO KIECKBUSCH (29) dagegen vom SC Condor hat erstmal keine Lust mehr zum KIcken und sich für die laufende Saison eine Auszeit genommen. Ein paar eher unfreiwillige Sabbat-Monate musste sich LEROY-JACQUES MICKELS Mitte 2015 nehmen, als ihn Borussia Mönchengladbachs zweite Elf nicht länger durchfüttern wollte. Dann erbarmte sich der FC St. Pauli Ende Januar diesen Jahres – aber nun ist er schon wieder weg, ohne besondere Duftmarken gesetzt zu haben. Und einen neuen Verein hat der erst 21-Jährige Offensivmann leider auch noch nicht. Adieu sagen müssen wir EMIL SCHILDT (1930–2016), der im Mai 85-jährig verstorben ist. „Don Emilio“ (132 Oberligaspiele und 39 Tore für unseren FC), der 1956 vom Rothenbaum ans Millerntor gewechselt war, beendete seine Fußballlaufbahn 1961 beim FC. Ebenfalls verabschieden müssen wir uns von KLAUS RUMMELHAGEN, der am 21. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit 75-jährig verstarb. Rummelhagen, der am 1. September 1974 der Bowlingabteilung des FC St. Pauli beitrat, war Vizepräsident während der Littmann-Ägide und hatte diverse weitere Funktionen im Verein inne. Zum Schluss noch eine unappetitliche Personalie: MICHÉL MAZINGU-DINZEY (43), der, ihr habt es wahrscheinlich alle gelesen, auf einer dümmlichen „Besorgte Bürger“-Anti-Asyl-Demonstration in Chemnitz-Einsiedel (sic!) nicht nur mitlief (sinngemäß wollte er sich nach eigener Aussage nur selbst ein Bild von solchen Protesten machen), sondern in vorderster Front ein Motto-Transparent mittrug, ist nach eingehenden Beratungen und Anhörungen deshalb vom FC St. Pauli zum 1. August aus der sogenannten „Altliga“ des Vereins ausgeschlossen worden. Somit endet für Mazingu-Dinzey, der seinerzeit von den Fans in St. Paulis Jahrhundertelf gewählt wurde, auch die Vereinsmitgliedschaft, die man als Mitglied der „Altliga“ automatisch erteilt bekommt.

// Ronny
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