Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Was ist guter Support?

Interview mit Daniela Wurbs

Frauen bewegen

Timbos kleine Taktikschule

Neues von den Alten



Neues von den Alten

„Back to the roots“ lautet auch bei Mainz 05 und PETAR SLISKOVIC (26) das Motto: Der Stürmer, der zuletzt beim Halleschen FC in der 3. Liga gekickt hatte, kehrt auf Leihbasis zum dritten Mal zu seinem Heimatverein zurück, um dort möglicherweise mit seinen Toren die zweite Mannschaft vor dem drohenden Abstieg in die Regionalliga zu bewahren. Ebenfalls kräftig vom Abstieg aus selbiger Liga bedroht ist der SV Wehen Wiesbaden. Nun zog Chefcoach TORSTEN FRÖHLING (50) die Konsequenz und trat am 6. Februar von seinem Posten zurück – wahrscheinlich kam er damit seinem sich anbahnenden Rauswurf zuvor. Vergleichbar verhielt es sich auch bei FABRICE-JEAN PICAULT (27). Ähnlich dem Gedichtzitat „Halb zog sie ihn, halb sank er hin und ward nicht mehr gesehn“ (Goethe) drängte der FC den Spieler, sich einen neuen Verein zu suchen, den er nach einem Vorspielen Ende Januar prompt auch im US-Team Philadelphia Union aus der MLS (Eastern Conference) fand. Viel Glück, Fafà. Viel Erfolg wünschen wir auch FELIX LUZ (35) und FABIAN BOLL (37), die Ende Januar gemeinsam ihre Trainer-A-Lizenz bestanden haben. Schon ein wenig länger im Trainergeschäft ist inzwischen ANDRÉ SCHUBERT (45), nun aber auch schon wieder ohne Job, nachdem sich Borussia Mönchengladbach am 20. Dezember des vergangenen Jahres von ihm getrennt hatte. Schubert war dort seit September 2015 Übungsleiter. Ebenso geschasst wurde im Dezember ACHIM HOLLERIETH (43): Entlassen wurde er zur Monatsmitte vom abstiegsbedrohten Nordost-Regionalligaaufsteiger FSV Union Fürstenwalde, wo Hollerieth erst zum Juli die Mannschaft übernommen hatte. „Holler“ fiel allerdings weich, denn schon ein paar Tage später unterschrieb er in der selben Liga beim Tabellenletzten TSG Neustrelitz. Neu im Amt ist auch wieder ZLATAN BAJRAMOVIC (37), der seit Jahresende als Co-Trainer unter Karlsruhes neuem Chefcoach Mirko Slomka fungiert. Die beiden Übungsleiter kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim Hamburger SV. Nur knapp einen Monat ohne Anstellung blieb St. Paulis ehemaliger A-Jugendspieler Norbert Meier (58), der nach seiner Beurlaubung Anfang Dezember 2016 beim Bundesligisten Darmstadt 98 bereits Anfang Januar beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern einen neuen Kontrakt unterschrieb. So leicht hat es ROBERT PALIKUCA scheinbar nicht, denn seit seiner Trennung Anfang Dezember als Trainer beim abstiegsgefährdeten Oberligisten TSV Meerbusch, wo er zweieinhalb Jahre amtierte, gibt’s bis heute noch keine neue Perspektive für den 38-jährigen Kroaten. Mehr oder minder war es eine gemeinsame Entscheidung von Coach und Verein, zumal Palikuca aus beruflichen Gründen (u.a. übernahm er mehr Kaderplanungs- und Scouting-Aufgaben bei seinem Arbeitgeber Fortuna Düsseldorf) immer kürzer treten musste. Auch GERALD ASAMOAH (38) ist heute bei seinem Herzensverein administrativ tätig: Im November vergangenen Jahres übernahm er die neu geschaffene Position des U23-Managers bei Schalke 04. Beim SC Eltersdorf (Bayernliga Nord) hat inzwischen BERND EIGNER (44) angeheuert, der zuvor beim Ligakonkurrenten 1. FC Sand als Chef auf der Bank saß. Auch JÖRN GROSSKOPF (50) hat wieder einen Verein gefunden: Nach seiner Entlassung beim Nord-Regionalligisten SV Eichede hat der Coach im Januar nun doch beim Oberliga-Aufsteiger Wedeler TSV unterschrieben. Dort also. wo er eigentlich schon einmal zugesagt hatte, dann aber zu Eichede ging. Dafür rückt DANIEL DOMINGO (40), der zuletzt die Chefrolle inne hatte, ins zweite Glied und wird Großkopfs Assistent. In Wedel unterschrieben hat Ende Januar auch der 20-jährige Stürmer FURKAN PINARLIK, der viele Jahre in der Jugend und der U23 des FC St. Pauli kickte (in der aktuellen Hinrunde sechs Einsätze und ein Tor) und nun auf Wunsch des neuen Trainergespanns bei den Elbstädtern eincheckte. ROBERT SUBASIC (24), ebenfalls ehemaliger U23-Spieler St. Paulis, wechselte in der Winterpause vom Hamburger Oberligisten FC Süderelbe zum Bezirksligisten Croatia Hamburg. Ebenso wie der oben erwähnte Picault war auch ARMANDO COOPER (29) einer der wenigen Spieler beim FC St. Pauli, die vom Verein während einer laufenden Saison freigestellt wurden – Cooper galt im August 2015 zwei Wochen lang als „verschollen“. Eben dieser Cooper schrieb Ende vergangenen Jahres Geschichte, weil er mit seinen starken Leistungen den MLS-Klub Toronto FC als ersten kanadischen Verein bis ins US-Profiliga-Finale beförderte; hier unterlag man allerdings nach Elfmeterschießen den Seattle Sounders. Auch vom 22-jährigen LAURYNAS KULIKAS (28 U23- sowie ein Profimatch für St. Pauli) hatte man sich überall ein wenig mehr versprochen. Nun hat „Laury“ auch bereits wieder Eintracht Norderstedt verlassen, wo er zu Saisonbeginn einen Neuanfang wagte; der gebürtige Kieler Stürmer wechselte im Januar zum Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach. Ebenfalls neu orientiert hat sich JULIAN KOCH (26), der während der Wintertransferzeit von Fortuna Düsseldorf an Ferencváros Budapest mit seinem Trainer Thomas Doll abgegeben wurde. Auch ENIS ALUSHI (31) kickt bereits wieder woanders: Auf Leihbasis kehrt er dem 1. FC Nürnberg bis zum Sommer den Rücken, um bei Israels Erstligist Maccabi Haifa gegen den Ball zu treten. Auch MARVIN DUCKSCH (22) ist momentan auf Leihbasis unterwegs: Der FC St. Pauli schickte seinen Stürmer bis zum Saisonende zum Drittligisten Holstein Kiel. Umgekehrt stürmt bekanntlich für uns bis zum Ende der Spielzeit LENNART THY (25), den der FC sich von Werder Bremen geborgt hat. Ganz weg ist zu meinem absoluten Bedauern der erst 19 Jahre alte JACOB RASMUSSEN, der zu Jahresbeginn auf eigenen Wunsch und für kleine Ablöse zu Rosenborg Trondheim wechselte. Abwehrmann Rasmussen war bei St. Paulis U23 mein Lieblingsspieler, in dem ich enormes Potenzial gesehen habe. Ein anderer ehemaliger Hoffnungsträger beim FC St. Pauli, DENIZ HERBER (24) ist mittlerweile in Hamburgs Kreisklasse gelandet: Bei der zweiten Elf von HT 16 soll er mit dafür sorgen, dass der Aufstieg in die Kreisliga glückt. Auch ESAD MORINA (20) war mal so ein Nachwuchstalent, in das im Sommer 2015, als der Spieler aus Hoffenheim ans Millerntor wechselte, viele beim FC St. Pauli hohe Erwartungen setzten. Nachdem der Deutsch-Albaner von unserer A-Jugend dann zum Jahresbeginn 2016 in die Vereinslosigkeit katapultiuert wurde (ich weiß bis heute nicht, warum), unterschrieb der Stürmer und mehrfache Jugendnationalspieler nun im Januar 2017 beim Niederrhein-Landesligisten Rot-Weiß Oberhausen II. Aussortiert wurde auch KEVIN SCHINDLER (28), der noch im Januar von Trainer Torsten Fröhling (s.o.) aus dem Kader des SC Wehen Wiesbaden gestrichen wurde. Selbst aus dem Kader des SC Victoria II freiwillig eliminiert hat sich St. Paulis Ex-U23er DAVID EYBÄCHER (28), der nun nach der Winterpause beim ambitionierten Hamburg-Altonaer Klub FC Teutonia 05 die Abwehr stärken will. Als oberster Jugendkoordinator soll Eybächer dem SC Victoria allerdings erhalten bleiben. Auch MARC LANGE (27) und PATRICK FRANKE (20) kickten dereinst bei unserer U23. Lange wechselte im Januar innerhalb der Oberliga Hamburg vom HSV Barmbek-Uhlenhorst (aka BU) zum SC Victoria. Franke changierte noch im letzten Monat des vergangenen Jahres, nach einem halben Jahr VfB Stuttgart II, zur Hammer Spielvereinigung (Oberliga Westfalen) – Frankes Jugendverein bis zur D-Jugend. JOSEPH-CLAUDE GYAU (24), den der FC St. Pauli 2012/13 von der TSG Hoffenheim ausgeliehen hatte, wechselte zur Rückrunde ablösefrei von Borussia Dortmund II zur SG Sonnenhof Großaspach, nachdem Dortmund zweieinhalb Jahre zuvor noch 120.000 Euro an die TSG zu zahlen hatte. Zum Abschluss, anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Weltpokalsiegerbesieger-Partie vom 6. Februar 2002, noch zwei Protagonisten von damals, die in dieser Rubrik in den vergangenen Jahren nicht mehr vorkamen, mit ihren letzten beziehungsweise heutigen Tätigkeiten: MORTON BERRE kickt 41-jährig immer noch in der dritten norwegischen Liga, wo er für Skeid Oslo aufläuft, und MARCEL RATH, gleichaltrig mit Berre, der noch 2015 für Stahl Eisenhüttenstadt II in der Brandenburg-Liga kickte, arbeitet laut „Kicker“ heute als Kurierfahrer in der Stadt seines Heimatvereins.

// Ronny
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