Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Du kannst schon pfeifen, aber dann biste halt kacke!

Interview mit Uwe Stöver

Interview mit Andreas Rettig

Energie Cottbus: Alles Nazis – oder doch nicht?

Neues von den Alten




Neues von den Alten

Bereits im Oktober letzten Jahres war JOE ENOCHS (46) beim VfL Osnabrück von seinen Tätigkeiten als Chefcoach abgelöst worden. Nachdem dessen Kontrakt dann im Februar endgültig aufgelöst wurde – eine anderweitige Weiterbeschäftigung im Klub hatte Joe abgelehnt, weil er weiterhin als Cheftrainer arbeiten möchte –, musste der US-Amerikaner dann nicht sonderlich lange auf einen neuen Vertragspartner warten. Bereits Anfang März nämlich gab Osnabrücks Ligakonkurrent, der FSV Zwickau, offiziell bekannt, den Ex-St.-Pauli-Spieler zum Sommer als Nachfolger Torsten Ziegners einstellen zu wollen. Nicht eingestellt, sondern bereits nach 49 Tagen freigestellt, wurde Mitte März der 48-jährige BERND HOLLERBACH, der die Erwartungen seines Doppel-Ex-Arbeitgebers Hamburger SV nicht so ganz erfüllen konnte: drei Unentschieden und vier Niederlagen sind eben nicht das, was man sich als Verein von einem neuen Trainer als sportliche Visitenkarte erhofft. Wunschgemäß hat sich hingegen der Trainerkurs unseres U17-Übungsleiters TIMO SCHULTZ (40) entwickelt: Nach zehn Monaten Ausbildung hat „Schulle“ an der „Hennes-Weisweiler-Akademie“ in Hennef jetzt seine Fußballlehrer-Lizenz eintüten können. Ab sofort darf der gebürtige Wittmunder nun also auch den Noch-Bundesligisten HSV oder unser Zweitligateam piesacken – beispielsweise. Weder Erst- noch Zweitligist (seit 1966 nicht mehr), aber heute immerhin ambitionierter Oberligaklub ist der SC Victoria, der nun einstimmig einen neuen Präsidenten gewählt hat. Dabei handelt es sich um den Mitte der 1980er-Jahre beim FC St. Pauli angestellten Fußballer RONALD LOTZ (51), der damit zum Nachfolger von Helmuth Kortes wurde. Auch MOURAD BOUNOUA ist mit seinen 45 Jahren inzwischen ein alter Hase und hält auf dem Rasen aber immer noch seine Knochen hin – nämlich als Mittelfeldmann in der zweiten Mannschaft des VfL Visselhövede (der Ort, wo der Schinder dieser Zeilen den Großteil seines Grundwehrdienstes zu absolvieren hatte), die in der niedersächsischen 2. Kreisklasse Rotenburg Süd (10. Liga) ihr Unwesen treibt (bei Redaktionsschluss Tabellenvorletzter). Acht Staffeln höher kickt und wird wohl auch in Zukunft JOHN VERHOEK (29) kicken, denn vom 1. FC Heidenheim wechselt der Niederländer im Sommer zum MSV Duisburg, wo er einen Dreijahresvertrag unterzeichnet hat. Wohl ebenfalls für drei Spielzeiten schließt sich LASSE SOBIECH (27) mit Wirkung zur Saison 2018/19 voraussichtlich dem 1. FC Köln an – schade eigentlich. Auch der 51-jährige PETER KNÄBEL hat einen neuen Job: Fortan wird der gebürtige Wittener (Ruhrpott) als Leiter der Nachwuchsabteilung bei Schalke 04 (auch Ruhrpott) sein Dasein fristen. Der offizielle Titel lautet seit dem 15. April „Technischer Direktor Entwicklung“. Auch für STEFAN SCHATZ heißt es nun: Schreibtisch aufräumen. Der „Freundlichkeitsbeauftragte“ des Fanladens St. Pauli wird eben diesen nach 16 Jahren verlassen. Er übernimmt die Rolle des Geschäftsführers beim „Verein Jugend und Sport“, wo er Dieter Bänisch ablösen wird, der – man mag es kaum glauben – in den verdienten Ruhestand geht. „Jugend und Sport“ ist der sozialpädagogische Träger des HSV-Fanprojekts und des Fanladens St. Pauli. Viel Erfolg und viel Spaß, lieber Stefan! Zuletzt kickte KEVIN SCHINDLER (29) für knapp ein halbes Jahr beim US-Zweitligisten FC Cincinatti, ist aber inzwischen seit Dezember vertragslos und somit momentan ohne Verein. St. Paulis Ex-U23-Spieler (46 Einsätze) TIM-JULIAN PAHL (22), sogar seit vergangenem Sommer ohne Klub, schließt sich zur neuen Saison dem Hamburger Oberligisten SC Condor an, wo dann bekanntlich OLUFEMI SMITH und FABIAN BOLL gemeinsam als Trainergespann agieren werden. In derselben Liga wird in der kommenden Spielzeit weiterhin ein anderer ehemaliger U23-Akteur gegen die Kugel treten: Mittelfeldmann SERHAT YAPICI (29) wird vom FC Türkiye zum früher SC Concordia genannten Klub (heute Wandsbeker TSV Concordia) wechseln. Kurz vor Redaktionsschluss, Mitte April, ereilte uns die Depesche, dass ACHIM HOLLERIETH (44) nach dem 1:2 gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfB Auerbach vorzeitig als Cheftrainer beim Nordost-Regionalliga-Vorletzten TSG Neustrelitz gehen musste. Die Trennung, so heißt es, erfolgte „im gegenseitigen Einvernehmen“. Na dann… Ebenso erging es wenige Tage später JÖRN GROSSKOPF (51), der nach fünf Pleiten in den vorangegangenen acht Oberligaspielen Mitte April beim Wedeler TSV ausgemustert wurde. Desgleichen hat auch JENS DUVE Abschied von alter Wirkungsstätte genommen: Duve nebst Gattin Sylvia haben unlängst das erst 2016 übernommene Elb-Ausflugslokal „Zur Elbkate“ trotz aufwändiger sowie kostspieliger Renovierung schon wieder abgegeben. „Es war nicht das Richtige für uns“, gestand der 55-Jährige dem „Hamburger Abendblatt“.

// Ronny
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