Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Nostalgie, Du charmantes Ding!

25 Jahre, 132 Hefte, 58 Siege

Das Zeugwartdenkmal

Neues von den Alten



25 Jahre, 132 Hefte, 58 Siege

Bekanntlich erblickte der ÜS mit seiner ersten Ausgabe im August 1993 das Licht der Welt. Bubu auf dem Cover, mit einer formvollendeten Ballannahme mit der Brust. So weit, so bekannt. Aber erinnert sich noch jemand daran, dass unsere Helden in Braun-Weiß an diesem Samstag einen 3:0-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers feierten? Da Frodo und flippa vom Übersteiger gerne Zeit in minimal interessanten Excel-Tabellen verbringen, werdet Ihr gleich nicht nur die offene Frage beantwortet bekommen, sondern nebenbei erfahren, wer am Erscheinungstag einer Übersteiger-Ausgabe unser Toptorschütze und unser Lieblingsgegner war.

Beginnen wir mit der sportlichen Bilanz: Von den (bisher) 133 Erscheinungstagen mussten die Heftverkäufer vier Mal unverrichteter Dinge wieder abziehen, da das Spiel ausfiel. Auch das legendäre mehrfach ausgefallene Heimspiel gegen den VfL Bochum 96/97 war eigentlich als Erscheinungsdatum vorgesehen. Für alle Daten hier haben wir dann das Nachholspiel des ursprünglich geplanten Spieltags genommen.

Und so folgten auf den Sieg gegen die Kickers (Torschützen: Driller 2x und Stanislawski) noch 57 weitere Siege, 46 Unentschieden und 28 Niederlagen, also ein Punkteschnitt von 1,66. Und damit wäre dann auch endgültig geklärt, wer nächster Trainer des FC St. Pauli werden sollte. Mit dem Punkteschnitt landet man nach 34 Spieltagen bei 56 Punkten. Welcher der 20 Trainer seit Ausgabe 1 hat einen besseren Punkteschnitt vorzuweisen? Die Antwort kann man sich denken. Wir warten dann auf Deinen Anruf, Oke! Die Mannschaft sollte sich schon mal auf Grätschen-Training (auf Grand!) und Kopfball-Pendel einstellen…

Ein besonders schöner Blick lohnt sich auf den höchsten Sieg: 5:0 – es gelang uns auch nie, mehr als fünf Tore zu erzielen. Dieses 5:0 aber wurde gleich fünf Mal erzielt! Zum ersten Mal natürlich gegen den FC Homburg, an jenem legendären Sonntag im Juni 1995, als Schiedsrichter Brandt-Chollé mit seiner cleveren „Ich habe nicht auf Elfmeter entscheiden, ich habe abgepfiffen. Das war kein Zeigen auf den Punkt, sondern Richtung Kabine, wie mit den Teams abgesprochen“-Aussage den Aufstieg trotz vorzeitigem Platzsturm sicherte. Die weiteren Lieblingsgegner in dieser Statistik waren die Fortuna, Waldhof Mannheim, Paderborn und der KSC.

Die höchste Niederlage war dann gleichzeitig auch das torreichste Spiel: Jenes 1:8 gegen den FC Bayern, welches das letzte Spiel von Holger Stanislawski als Trainer bei uns war. Höchstes Unentschieden? Ja, auch da hatten wir Glück, wir erschienen mit Ausgabe 22 zu jenem 4:4 im August 1996 gegen Schalke.

Die längste Siegesserie zum ÜS-Erscheinen gab es von Ausgabe 104 (August 2011, nach dem Erstligaabstieg) bis 108 mit fünf Siegen am Stück (Duisburg, Dresden, KSC, Paderborn und Sandhausen).

Die Gegner und die Ligen

Unser Refugium ist die 2. Liga, dies spiegelt sich auch im ÜS-Erscheinen wieder. 88x erschienen wir im Unterhaus, die Ausflüge nach oben (23x 1. Liga) und unten (18x RL Nord) halten sich fast die Waage. Und nur drei Mal wagten wir den Ausritt in fremde Wettbewerbe und erschienen im DFB-Pokal. Grundsätzlich sollten wir das auch lassen, denn einem (dem!) Sieg gegen Hertha stehen zwei Niederlagen gegen die Bayern und den BVB gegenüber.

Tatsächlich gibt es aber drei Vereine, gegen die wir häufiger erschienen sind als gegen alle anderen: Den MSV Duisburg, Greuther Fürth und den 1.FC Nürnberg. Gleich je sechs Ausgaben erschienen gegen diese Clubs, nur der KSC kann mit fünf Ausgaben noch knapp Schritt halten. Paderborn, Bochum, Bielefeld, Kaiserslautern und (vielleicht am überraschendsten) der Chemnitzer FC schaffen es noch auf vier Ausgaben, der Rest hat weniger.

Gegen unseren aktuellen Ligarivalen aus der Vorstadt erschien übrigens nur eine Ausgabe, im September 2010 zum 1:1 am Millerntor. Allerdings gab es noch zwei Hefte gegen deren U23, aus diesen Spielen holten wir ein 1:0 und ein 1:1. Wir sind also im Derby am Erscheinungstag noch ungeschlagen, die Redaktion wird dies für das Rückspiel sicherlich berücksichtigen.

Gegen alle Teams mit mindestens vier Spielen sind die Bilanzen auch gemischt, am besten stehen wir da noch gegen Kaiserslautern da, wo es aus vier Spielen drei Siege und ein Unentschieden gab. Die erste „reine“ Bilanz gibt es bei den dreifachen Gegnern: Drei Siege und damit Lieblingsgegner: Der FSV Mainz 05, der SV Meppen und Fortuna Düsseldorf! Gegen Energie Cottbus gab es tatsächlich in allen drei Spielen ein Unentschieden und (wenig überraschend) gegen den FC Bayern holten wir uns in drei Spielen drei Niederlagen. Ja, an jenem 6. Februar gab es keinen ÜS.

Termine

Die hohe Schlagzahl der Anfangsjahre konnten wir schon bald nicht mehr halten. In der ersten Saison erschien der ÜS sieben Mal, in der Folgesaison gar nie wieder erreichte acht Mal! Letztmalig sechs Ausgaben schafften wir in der Saison 08/09.

Seit der Saison 10/11 erscheinen wir konstant zwei Mal pro Halbserie, lediglich in der Hinserie 14/15 schafften wir es noch ein letztes Mal, uns auf drei Ausgaben zu steigern.
Insgesamt haben wir es tatsächlich schon an allen Wochentagen geschafft, ein Heft zu veröffentlichen, auch der Donnerstag wurde schon zwei Mal genutzt. Zwölf Montagsspiele sind zwar oft aus Verkaufssicht ganz gut, fallen aber natürlich gegenüber dem Freitag (32), Samstag (36) und Sonntag (44) zahlenmäßig stark ab.

Torschützen

86 verschiedene Spieler des FC St. Pauli trugen sich an unseren Erscheinungsdaten in die Torschützenliste ein und erzielten 210 Tore. Hinzu kommen fünf Eigentore der Gegner. Rekordtorschütze hierbei ist Jens Scharping mit 11 Toren, gefolgt von Martin Driller (10) und unserem neuen Co-Trainer, André Trulsen (8)! Es folgen Marius Ebbers (7), Ivan Klasnic, Thomas Meggle, Nico Patschinski, Marcus Marin, Juri Sawitschew, Mourad Bounoua, Fabian Boll und Charles Takyi , Lasse Sobiech, Lennart Thy und Aziz Bouhaddouz (je 5). Ja, Ihr lest richtig; Bounoua. Am 24. Oktober 2003 gegen die U23 aus Köln (4:0) erschien ein Übersteiger. Er ist damit vor Bouhaddouz (3 Treffer beim 5:0 gegen den KSC am 27. Februar 2017) der Spieler mit den meisten Treffern an einem einzelnen Erscheinungstag.

Wenn wir so drüber nachdenken: Es wird Zeit, dass dieser Rekord eingestellt oder übertroffen wird. Das wäre dann unser Wunsch zum 25. Geburtstag.

// Frodo & flippa
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